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Klatschmohn - Blume des Jahres.

Die Loki-Schmidt-Stiftung wählte den Klatschmohn zur Blume des Jahres 2017.

Der Klatschmohn ist schön, heimisch und steht stellvertetend für einen bedrohten Lebensraum.

 

Detlef Hack begrüßt die Gäste zum Mo(h)ntag, der gemeinsam mit der Loki-Schmidt-Stiftung am 19. Juni 2017 durchgeführt wurde. „Auf dem Lämmerhof sehen wir den Zusammenhang des Anbaus auf dem Acker und der Ackerbegleitflora.“ Anläßlich des Jahres des Klatschmohns backen die Hamburger Bäckereien Springer und Effenberger ein Mohnbrot, von dem 50 Cent an die Stiftung abgeführt werden. Sie kommunizieren die Bedeutung des Lebensraumes Acker auch an ihre Kunden.

Wildartenfreundlicher Anbau

Der Lämmerhof hat, um Ackerwildkräuter zu fördern, vor über 10 Jahren mit Blühstreifen entlang der Getreidefelder begonnen. Dadurch hat sich eine stabile Kräutervielfalt etablieren können, die nun schon durch einfache Drilllücken, wie Fenster im Getreidebestand, erhalten werden kann. 15 verschiedene Getreidearten und ein weitgezogener Erntezeitraum von Juli bis September ermöglichen sicheren Lebensraum für pflanzliche und auch für tierische Wildarten.

Leben ist komplex

In den Mohnblüten fressen kleine Käfer den Pollen. Die Läuse am Stängel bieten Nahrungsgrundlage für Erz- und Schlupfwespen. Spinnen vernetzen die Zwischenräume. Die Insektenwelt lockt Lerchen und Blaumeisen, um ihre Brut zu versorgen. Auch kleine und große Säugetiere finden Nahrung und Lebensraum. Hier tobt das Leben, wie man es aus den Kinderbüchern kennt.

Reiche Ernte

Nicht nur der Kornertrag wird gemessen, auch sauberes Wasser und gesunder Boden fließen in die Bilanz des Ökohofes ein. Der Mensch freut sich an der Landschaft, der Natur ihrer selbst willen und ihrem Erholungswert. Diese Mehrfachnutzung gehört zur bäuerlichen Tradition und bietet besonders viel Vitalität.

Farbakzente fürs Leben

Alte Getreidesorten werden auf dem Lämmerhof züchterisch bearbeitet. Sie stehen mit 170 cm Wuchshöhe elastisch im Wind und sind gesund und resistent. Das Ziel sind Lebensgemeinschaften und keine sterilen Intensivlandschaften wie in der konventionellen Landwirtschaft. Die Gäste resümieren amüsant: „Hier locken blaue, weiße und rote Blumen sozusagen mit Faltenrock und Parfüm das Leben an“. Kornblume, Kamille und Mohn sind die traditionellen Allerwelts-Arten des lebendigen Ackers und Kennzeichen der bäuerlichen Kulturlandschaft.

Die Gäste freuten sich über die bunte Vielfalt, die wir am Hellmoor bestaunen durften. Mit den Blumen kehren die Insekten und damit auch die Vögel wieder zurück in die Landschaft.