Auszeichnungen

Der Lämmerhof ist  Ausgezeichnet!   Prämiert für wilde Natur

Regionale oder bundesweite Preise und viel Presserummel gibt es schon seit 1998.

Die ersten Schritte in Richtung Naturschutz und der Hellmoor-Renaturierung liegen Anfang der 90er Jahre. Biotopgestaltende Maßnahmen wie Knicks anlegen, Naturrefugien als Brachen lassen und Blühstreifen an den Feldrändern wurden mit Umstellung auf ökologischen Landbau 1990 begonnen. Ermutigt durch gesellschaftliche Anerkennung, manchmal auch trotz Hohn, ging der Lämmerhof beharrlich seinen Weg weiter.

2012: Land-Wirtschafts-Kultur-Preis 

Der Demeter e.V. verleiht den Land-Wirtschafts-Kultur-Preis 2012 an den Lämmerhof in Panten für außerordentliche gesellschaftliche Leistungen im Bereich Agrarkultur und Fairneß.

Die Betreiber und Mitarbeiter des Lämmerhofs in Panten freuten sich am Sonnabend über den "Land Wirtschaft Kultur Preis 2012" von Demeter, dem Verband für ökologischen Anbau auf anthroposophischer Grundlage. 
Foto: Nordmann

 

 

 

"Seit etwa 22 Jahren bewirtschaftet Detlef Hack den Lämmerhof in Panten nach biologisch Kriterien, seit 2004 nach den Demeter-Richtlinien. Am Sonnabend lud die Hofgemeinschaft zum "Zukunft säen" ein. Zugleich wurde der Betrieb mit dem "Land Wirtschafts Kultur Preises 2012" von Demeter ausgezeichnet.

Im Gewächshaus des Hofes versammelten sich rund 50 Gäste, um der Preisübergabe beizuwohnen. Besuch bekamen die Anwesenden zunächst von einer "Kuh von der Nachbarweide". Margret Zimmermann vom Demeter-Vorstand Bäuerliche Gesellschaft Nordwestdeutschland blickte als Kuh verkleidet auf die Geschichte des Lämmerhofes zurück. 1989 stellte Detlef Hack den bisher konventionell betriebenen Hof seiner Eltern Schritt für Schritt auf eine biologische Bewirtschaftung um. Verrückte Ideen seien das damals gewesen, so Margret Zimmermann. "Er tauschte gutes Ackerland gegen Moorland ein". Aber das gehörte zu seinen Visionen der jungen Menschen. Der Lämmerhof wollte Leben entstehen lassen, nicht produzieren. So setzte die Gemeinschaft nicht nur auf den natürlichen Anbau der Feldfrüchte und die artgerechte Tierhaltung sondern zugleich auf den Schutz der Landschaft und den Erhalt der Artenvielfalt. Landwirtschaft und Naturschutz gehen auf dem Lämmerhof Hand in Hand.
Heute leben und arbeiten etwa 16 Menschen auf dem Lämmerhof. Wirtschaftlicher Schwerpunkt ist der Ackerbau auf eigenen und zugepachteten Flächen sowie Feldern der Kooperationspartner. 1990 wurde der Hofladen in Mannhagen eröffnet, den Miteigentümer Christian Brüggemann betreibt. 1997 kam die Handelsgesellschaft Lämmerhof dazu, die das Getreide an Biobäckereien vertreibt.

Demeter-Vorstand Jan-Uwe Klee übergab nach der Laudatio den "Land Wirtschaft Kultur Preis 2012" an die Hofgemeinschaft. Der Land Wirtschaft Kultur Preis sei mehr als Anerkennung für beste biodynamische Arbeit. Demeter zeichnet damit Betriebe aus, die gesellschaftlich wirksame Impulse setzen. Mit dem Preis werde gezeigt, dass es neben der Erzeugung von wertvollen Lebensmitteln freiwilliges, soziokulturelles, qualitatives und ökologisches Engagement gibt. Die mit dem Preis ausgezeichneten Höfe folgen ihrem ureigenen Anliegen und orientieren sich nicht an Mindeststandards. Sie geben der Natur und der Gesellschaft mehr zurück als sie von ihnen nehmen. Ihre Begeisterung und ihren Einsatz würdigt der Land Wirtschaft Kultur Preis. Solche vorbildlichen Höfe können andere beflügeln. "Die intakte Natur ist das Kapital des Hofes", erklärt Detlef Hack, "und das Vorkommen heimischer, wildlebender Arten ist ein Indikator für den Gesundheitszustand unserer Landschaft. Das wirkt sich ganz direkt auf die Qualität unserer Produkte aus."
Nach der Preisübergabe waren die Besucher aufgefordert, symbolisch einen Acker mit Roggen zu bestellen. Diese Aktion "Zukunft säen" soll die Forderung für eine gentechnikfreie Landwirtschaft unterstreichen."
Aus Mölln Markt 26.9.2012

2009: 1. Pres im Knickwettbewerb des SHHB

30.10.09: Der schleswig-holsteinische Heimatbund SHHB verleiht an den Lämmerhof den ersten Preis im Knickwettbewerb im Bereich "Knick an Ackerland": Der prämierte Knick zeichnet sich dadurch aus, daß ihm weitgehend Raum für ein unbeschränktes Wachstum gegeben wird. Damit bleibt die traditionell "runde" Form des Knicks erhalten, unterteilt durch die in regelmäßigem Abstand stehenden Überhälter, die deutliche vertikale Ausrufezeichen setzen. 

2008: 1. Preis des Förderpreises Naturschutzhöfe

Seit 19 Jahren wirtschaftet der Lämmerhof nach dem Motto "Der wilden Natur ihren Platz geben": Hofarrondierung für und mit dem Naturschutz, Kraft schöpfen aus der Natur in zahlreichen Veranstaltungen, artenreiche Landschaft als Verkaufsargument. Der Betrieb erbringt herausragende Leistungen für den Biotopverbund und kommuniziert das Naturschutzengagement aktiv und ideenreich nach außen.
                                                                                                                                        Förderpreis Naturschutzhöfe

2008: 1. Preis "Landwirtschaft schafft Kulturlandschaft" des Bund für Heimat und Umwelt in Deutschland BHU 

Mit dem Wettbewerb wird das Engagement für die Bewahrung regionaltypischer Landschaftsstrukturen gewürdigt. Die Ideale und Herzenskraft haben einen langen Atem ermöglicht: Die Natur ist der wahre Gewinner.
 Landwirtschafft schafft Kulturlandschaft

2006: 1. Preis für Tiergerechte Haltung (Schweinehaltung) vom Kieler Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume und der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche  

"Hier wurde den Schweinen ein Schloss mit einem Park gebaut: großräumiger Stall und die Weidefläche unter Eichenbäumen."
 Landeswettbewerb für tiergerechte Haltung

2004: Förderpreis Ökologischer Landbau vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (1. Preis)

"Der Preis wird vergeben für die vorbildliche Integration von Naturschutzmaßnahmen in die landwirtschaftliche Praxis."   
 Förderpreis ökologischer Landbau

1998: Umweltpreis der Stiftung Herzogtum Lauenburg

"In Anerkennung des Einsatzes für die Renaturierung des Hellmoores und der vorbildlichen Führung eines Bioland-Hofes im Lauenburgischen Land."
Umweltpreis Stiftung Herzogtum Lauenburg